Pfarrhofbikertour 2011

Wallfahrt zur Wiege der deutschen Demokratie

Prolog

An einem herrlich verregneten Freitagmorgen hatten der Reminder und seine Frau Marita alles für die diesjährige 3-Tagestour der Pfarrhofbiker gepackt und machten sich auf zum Treffpunkt. Da die beiden, an der Kirche St. Sebastian angekommen, inzwischen dank Petrus‘ Unterstützung schon richtig gut durchgeweicht waren, schauten die beiden etwas sparsam durch die beschlagenen Visiere, da außer ihnen keiner da war. Glaubte er zunächst noch an einen schlechten Scherz der Mitstreiter, wurde nach einem Anruf beim beruflich verhinderten Onkel Pauli schnell klar, dass die beiden exakt eine Woche zu früh dran waren…. an diesem schönen Regentag… … für den man extra Urlaub genommen hatte… … man sich abgehetzt hatte um pünktlich zu sein… Über die nächsten zwei Stunden der beiden breiten wir lieber den Mantel des Schweigens….

Der erste Tag

14 Pfarrhofbiker trafen sich eine Woche später wie geplant, um ihre 3 tägige Tour in die Region Pfalz – Weinstraße mit dem kulturellen Ziel Hambacher Schloss anzutreten. Besonders bemerkenswert war, dass von den drei Neuzugängen, Markus Arthur und Norbert, keiner dem Klischee entsprach und eine BMW-GS pilotierte :-D… machte aber nichts, Pfarrhofbiker sind ja auch Minderheiten gegenüber tolerant.
Gregor und André als bewährte Touregides hatten sich bereit erklärt, jeweils eine Gruppe zum Ziel zu führen. Als gemeinsamer Zwischenstopp wurde Alf an der Mosel angepeilt. Nach problemloser Fahrt trafen sich die beiden Gruppen wieder und bei sonnigem Wetter konnte man Eis und Kuchen auf der Terrasse mit Blick auf die Mosel genießen.

Gut gestärkt gings dann wieder zeitversetzt weiter unserem Ziel Hofstädten, südlich von Kaiserslautern entgegen. Leider konnten beide Gruppen die herrliche Streckenführung nicht mehr genießen, da Petrus gegen Ende des Tages die Schleusen wieder öffnete.

Nach kurzer Erfrischung von außen auf den Zimmern und von innen in der Gaststube, war dies jedoch bald vergessen.  Hier stieß dann auch Roland als 15 Teilnehmer von Stuttgart aus kommend zur Truppe.

Der zweite Tag

Am nächsten Tag machten sich die beiden Gruppen wieder getrennt daran, die teils schon bekannte Umgebung der Pfalz zu erkunden. Außerdem wollten wir uns via Deutsche Weinstraße am frühen Nachmittag auf dem Hambacher Schloss treffen um dort, zusätzlich zu den bekannt fundierten Ausführungen des Reverend, noch eine Besichtigung der Wiege der deutschen Demokratiebewegung vorzunehmen.Nach einer Mittagspause zwischen herrlichem Sonnenschein und aufziehenden Wolken am Schipka-Pass in Anweiler ging es dann über die Weinstraße nach Hambach. Die Weinstraße zeichnete sich übrigens vor allem dadurch aus, dass Fußgänger wie Automobilisten ein stark von Alkohol geprägtes Verkehrsverhalten an den Tag legten.

Als sich die Gruppen dann am Zugang zum Hambacher Schloss wieder trafen, fehlte der Schlussfahrer einer Gruppe: Poldi war abhanden gekomme… Seine Gruppe dachte noch, dass er wohl bald aufschließen würde, da er im letzten Ort noch da gewesen sei. War aber nicht so 😦

Wie sich herausstellte, hatte die Batterie seiner BMW-GS während der Durchfahrt eines Kreisverkehres mittels Kurzschluss das Zeitliche gesegnet.  Nach kurzer Wartezeit tauchte dann aber ein gelber Engel des ADAC auf… natürlich nicht mit einer passenden Batterie, aber mit viel Improvisationsgeschick und technischem Sachverstand.
Am Ende thronte anstelle des Beifahrersitzes eine alte Autobatterie auf Poldi’s roter Q. Nun musste nur noch mit vereinter Kraft die Fuhre angeschoben werden. Dies erledigten dann die anderen Fahrer aus Poldi’s Gruppe unter Aufbietung aller Kräfte… (Schließlich hatten Sie ihn ja auch „verloren“) Muss wohl ähnlich gewesen sein, wie eine richtige Kuh anzuschieben 😀 .

Nach Führung und Besichtigung der ersten „Deutschlandfahne“ ging es dann noch mal auf die Piste. Am Abend in trauter Runde in der Gaststube des Hotels gab’s dann auch viel zu berichten. Untermalt wurde dies von anderen Motorradfahrern zu unserer größtmöglichen Freude mit deutschem Liedgut wie „ja so warn’s die alten Rittersleut…“

Der dritte Tag

Da Petrus kein Einsehen hatte, trafen sich alle 15 Pfarrhofbiker nach dem Frühstück in einem Nebengebäude des Hotels zum obligatorischen Gottesdienst. Rainer ließ sich in der wie immer sehr persönliche und gelungenen Gestaltung des Gottesdienstes auch nicht dadurch aus der Ruhe bringen, dass die Helden des deutschen Liedgutes vom Vorabend einer nach dem anderen aus einem höheren Stockwerk durch diesen Raum mit anscheinend noch reichlich Restblut im Alkohol zum Frühstück „gingen“.

Im Anschluss quälten sich alle in die Gummipellen und machten sich wieder auf den Heimweg, zum Teil per Autobahn, andere scherten zwischendurch aus. Das Gros fuhr aber wieder in zwei Gruppen hinter den Tourgides Gregor und Andre gen Heimat. Zur Mittagszeit am vereinbarten Treffpunkt in Zell gab es dann wieder musikalische Begleitung: Diesmal von der „Kapell Dezibel“ , einer niederländischen Blaskapelle, die im Rahmen eines kleinen Weinfestes die gesamte Ortschaft beschallte…

Von Zell aus ging es dann ohne weitere musikalische oder technische Zwischenfälle durch bekannte Gefilde zurück zur Homebase an die Wurm.

Tourbericht: André

Mehr Fotos von André, Ralf E. und Roland hier (klicken).

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