Pfarrhofbikertour 2012

Ja, es hat eine Pfarrhofbikertour 2012 stattgefunden. Die Berichterstattung dazu hat aber leider auf sich warten lassen. Weshalb die Erinnerungen daran mit und mit verblassen. Sicher auch wegen des zugigen Winterwetter bis Anfang April 2013, dass manch einem zweifeln lässt, jemals Motorrad gefahren zu sein…

Trotzdem, hier ein paar Zeilen und noch mehr Fotos zur Tour 2012, die uns erstmals ins Sauerland führte. Jan, Andrè, Arthur und Gerd hatten diesem Tourziel etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet und beim Stammtisch eine Empfehlung ausgesprochen. Wie hieß es doch gleich noch bei “Bikers World Sauerland”: “Das Sauerland gilt unter Insidern als eines der schönsten Gebiete für Motorradtouren.”

So suchte und fand die Kleingruppe einen Anlaufpunkt bzw. ein Übernachtungsdomizil für zwei Nächte in Schmallenberg, beim Landgasthof „Frisse Faust“.

IMG_1461In drei Gruppen machten sich insgesamt 17 Biker und eine Bikerine an einem zunächst regnerischen Freitagmorgen vom Pfarrhof in Würselen Bardenberg auf den Weg. Nicht unbedingt ein doller Aufgalopp, aber es sollte im Laufe des Tages dann doch noch aufklaren.

Die drei Gruppen fuhren auf unterschiedlichen Routen nach Bonn, um von dort die große Überfahrt zu erleben. Nach einer kurzen Einkehr nebst Wasser lassen ging es mit der Fähre über das Wasser auf die andere Seite der rheinischen Welt. Dort verteilten sich die Gruppen wieder und verfolgten eigene Wege und Routen, um das Tagesziel zu erreichen.

IMG_1693Angekommen bei Frisse Faust wurden die reservierten Zimmer an die Truppenmitglieder verteilt, die sich für den ersten Abend in Fasson brachten. In launiger Runde wurde lecker Essen kredenzt, Bierchen getrunken und allerlei Anekdötchens zum besten gegeben. Und natürlich der nächste Tag geplant.

Motto des Landgasthauses: „Sauerländer Gastlichkeit im Herzen von Fleckenberg“. Joh, und das war durchaus Programm. Das Biker hier besonders willkommen sind, kann man nur bestätigen. Freundliche Gasthofbesitzerinnen, ordentliche Unterkunft und prima gutbürgerliche Verpflegung.

IMG_1523Tag zwei bestand dann aus zwei Teilen. Bis zum Nachmittag eroberten die drei Gruppen mit je 6 Fahrern jede für sich das schöne Sauerland.

Erstes Zwischenziel war die Abtei Königsmünster in Meschede. Die Abtei ist ein Kloster der Benediktinerkongregation von St. Ottilien. Neben der Mission und der Seelsorge betreiben die Brüder eine Reihe handwerklicher oder landwirtschaftlicher Betriebe und ein Gymnasium.

IMG_1504Gleichwohl unser Pastörchen wie immer und traditionell gewohnt sichtlich um geschichtliche Aufklärung bei seinen Jüngern bemüht war, schien deren Aufmerksamkeit eher auf einen kräftigen Eintopf im Inneren des Klosters ausgerichtet zu sein.

Und als das dann abgearbeitet war, ging es wieder auf die sauerländische Piste. Zunächst quer Beet, rauf und runter – und auch schon mal retour… Zumeist auch mit kurzen Päuschen und einem Verweilen bei bester Aussicht.

IMG_1652Zweites Tourziel am späten Nachmittag war dann Warstein. Nach Recherche von Marita sollte hier die 22. Warsteiner Internationale Montgolfiade stattfinden.

Tat sie dann tatsächlich auch, mit über 200 angemeldeten Bollonteams. Rechtzeitig zum Start am frühen Abend war dann auch zwei Drittel unsere Truppe an einem guten Aussichtspunkt beisammen und erlebte ein tolles Schauspiel! (Ein Drittel Truppe verlor sich in den unendlichen sauerländischen Weiten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat…)

Da es ja immer schwierig ist, Fotos von der Tour während des Fahrens zu schießen, sind die meisten Fotos der Pfarrhofbikertour 2012 hier, am Wegesrand zu Warstein entstanden.

Nach einer guten Weile des Verweilens ging es dann wieder Heim nach Schmallenberg, wo das Abendmahl wartete. Und das Bierchen…

IMG_1722Tradition hat auch der kleine Gottesdienst, den Rainer Gattys immer am Morgen des dritten Tages vor der Rückfahrt zelebriert. Im gemütlichen Gästeblockhaus von Frisse Faust, wo einige unserer Biker „outgessourced“ waren, konnte unser Pastörchen gleich auch einen Wunsch der Herbergseltern erfüllen und das noch recht neue Haus einsegnen.

Joh, und nach einem letzten gemeinsamen Foto ging es bei gutem Bikerwetter (!) wieder in drei Gruppen und drei unterschiedlichen Routen und Geschwindigkeiten Richtung Heimat.

Fazit: neues gesehen, schönes erlebt, gut gegessen, prima Unterkunft, alle sind heil wieder nach Hause gekommen und man hat sich größtenteils vertragen. Es hat einmal mehr Spaß gemacht, gemeinsam auf Tour zu gehen. Soweit ich mich erinnern kann…

Mehr Eindrücke und Tourfotos von Markus, Ralf E., Roland und mir gleich hier (klicken).

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Berichterstatter: Ralf Pauli

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