Experten in eigener Sache

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen ruft u.a. auf seiner Internetseite Motorradfahrer/innen als Experten in eigener Sache zur Mitwirkung auf:

Foto: Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen
Foto: Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen

Zum Start der Motorradsaison 2012 an den Osterfeiertagen bittet Straßen.NRW alle Biker um Mithilfe: Als „Experten in eigener Sache“ sollen sie melden, wo noch etwas für ihre Sicherheit getan werden sollte. Straßen.NRW ist für 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen zuständig. Auf diesen Straßen gab es in der vergangenen Saison 2011 insgesamt 1.520 Motorradunfälle. Im vorherigen Jahr 2010 waren es noch 1.393. Bei diesen Motorradunfällen starben im vergangenen Jahr 56 Menschen (Vorjahr: 55), 733 (644) wurden schwer und 946 (900) leicht verletzt.

In den vergangenen vier Jahren hat der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen weitere 166 Gefahrenstellen für Motorradfahrer entschärft. Dabei wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Straßenverkehrsbehörden Fahrbahnenmarkierungen erneuert, Fahrbahnbeläge ausgebessert, Schutzplanken optimiert und Verkehrsbeschränkungen ausgeschildert. Straßen.NRW hat bislang über 60 Kilometer Schutzplanken mit einem so genannten Unterfahrschutz ausgestattet. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren rund 15.000 Pfosten von Schutzplanken mit Styropor-Ummantelungen ausgestattet, die einen Anprall mildern sollen. Neun Strecken in NRW, auf denen überwiegend Zweiradfahrer regelmäßig die zugelassenen Geschwindigkeiten deutlich überschritten oder sogar Rennen veranstalteten, wurden bislang mit den etwa 1,5 Zentimeter hohen Streifen quer zur Fahrbahn – den sogenannten „Rüttelstreifen“ – ausgestattet. Beispiele sind die Bundesstraße B514 im ostwestfälischen Kalletal, die Landesstraße L755 bei Altenbeken in der Nähe von Paderborn und die Landesstraße L439 südlich des Baldeneysees in Essen.

Heinrich Bergerbusch, Diplom-Ingenieur im Bereich Verkehrssicherheit bei Straßen.NRW und selbst Motorradfahrer, nimmt Hinweise für mehr Sicherheit unter der Rufnummer 0209-3808-243 oder per E-Mail an heinrich.bergerbusch@strassen.nrw.de entgegen.

Also Leute, gut hingucken und wenn Ihr mopedfeindliches Pflaster seht, Heinrich Bergerbusch Meldung machen.

Und immer schön vorsichtig fahren!

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