Eine Tüte Nägel im Getriebe?

Am 28.08.2009 war es endlich soweit: die Motorradtour 2009 mit den „Pfarrhofbikern“  – auf die ich mich schon seit Monaten gefreut hatte  – konnte beginnen. Ich hatte mich dafür entschieden die Tour mit meinem Boxer von 1983 ( BMW R 1000 ST) zu fahren. Sie hatte mich noch nie im Stich gelassen und ihre 68.000 Kilometer bis jetzt problemlos gemeistert.

Alles stimmte, das Wetter, die Stimmung, die Strecke. Wir kamen gut voran und wollten pünktlich zum Abendessen in Bad Pyrmont ankommen. Doch dann kam es leider ganz anders als ich zu Beginn des Tages noch gedacht hatte.

Es waren ca. 70 Kilometer vor unserem Ziel, da versperrte ein Sattelschlepper auf einer leicht ansteigenden Landstraße uns das zügige Weiterkommen. Wir entschlossen uns kurzerhand das Ding zu überholen. Vierter Gang, Gasschieber voll auf und ab ging meine „Q“. Beim Hochschalten in den fünften Gang vernahm ich ein Geräusch aus dem Getriebe, dass ich bisher noch nie gehört hatte.

Es hatte Ähnlichkeit mit dem Klang, als ob jemand  eine Tüte Nägel ins Getriebe geschüttet hätte. Auch der sonst gute Durchzug meiner BMW war nicht mehr da. Irgendwie schaffte ich es noch  -ganz langsam – bis zum nächsten Ort.

Schnell war klar, dass die Tour für mich mit meiner BMW hier zu Ende war. Also, watt nu???

Der ADAC musste her, mein Motorrad sollte per Huckepack nach Hause zurück. Gesagt getan! Dies dauert natürlich seine Zeit und das  Abendessen schien erst mal außer Reichweite.

An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ganz herzlich für die Hilfe und die Geduld bei allen Bikern/innen der Tour und insbesondere bei Gert, der mich ab diesem Zeitpunkt auf seiner R 1200 GS mitnahm, bedanken!

Das mit dem Abendessen funktionierte dann zu vorgerückter Stunde doch noch.

Am nächsten Morgen lieh ich mir bei Motorrad Fuchs in Hameln eine BMW F800 GS aus. Ich war begeistert vom guten Service und der schnellen Hilfe. Also Leute, dieses Geschäft kann ich wärmstens empfehlen, wenn ihr in der Nähe seid und etwas benötigt.

Begeistert war ich auch von der GS! So war die diesjährige Tour mit den Pfarrhofbikern auch für mich zum wiederholten Male große Klasse.

Nach einigen Tagen wurde die BMW vom ADAC bei der Werkstatt meines Vertrauens angeliefert. Es stellte sich nach Öffnen des Getriebes heraus, dass das Stirnrad auf der Antriebswelle seinen Geist aufgegeben hatte. Zum Glück ist dieser Schaden recht selten, es handelte sich vermutlich um einen Materialfehler, aber wer weiß?!

Jedenfalls erfreue ich mich nach erfolgreicher Reparatur weiterhin an meinem alten Boxer. Bei der nächsten Tour werde ich aber zur Abwechslung mit der „K“ fahren…

Ralf Einmal

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