D´r Pattüehm regt sich wieder auf

Es ist schlicht zum kotzen, wenn man – gerade als Mopedfahrer/in – im Straßenverkehr ständig erleben muß, dass nicht wenige Verkehrsteilnehmer/innen ihren Müll aus dem (fahrenden) Auto schmeißen. Papier, Zigaretteschachtel, noch leuchtende Kippen oder – wie auf der Kalkriesetour – abgefressene Obstreste.

Man tut jedem Drecksschwein unrecht, würde man die Werferinnen und Werfer mit eben solchen Tiernamen betiteln.

Weil mir bei den spontanen Wurfattacken aus den vorausfahrenden Fahrzeugen jedesmal der Puls hoch geht und der Helm zu eng wird, suche ich das unmittelbare Gespräch mit den „Umweltaktivisten“. Die geben sich zumeist sehr erstaunt. Nicht nur, dass plötzlich und unerwartet ein unüberhörbarer Zweiradfahrer im Kampfanzug neben ihnen steht und von oben herab lauthals Fragen stellt wie z.B. „Hat ihr Auto keinen Aschenbecher?“ oder „Schmeißen Sie ihren Müll zuhause auch aus dem Fenster?“.

Auch die szenische Darstellung und Vermittlung, dass es insbesondere für nachfolgende Mopedfahrer/innen unter Umständen eine unnötige fahrerische Herausforderung sein kann, wenn plötzlich irgendetwas angeflogen kommt, ist für die meisten Angesprochenen eine völlig neue Sichtweise.

Die Beifahrerin auf der Kalkriesetour, die einen benutzten Apfel aus ihrem vorausfahrenden Wagen warf, gab sich ebenfalls sehr überrascht – und einsichtig. Mein vehementer verbaler Einwand, der noch ca. 86 Meter bis ans Ende unserer Reisetruppe zu hören war, hat Sie sicherlich zum überdenken zukünftiger Handlungsstrategien zum Thema „Was mache ich mit meinen Müll im Auto?“ motiviert.

Ihr Fahrer hat die Situation auch schnell aufgefasst. Noch während des lauten Disputs legte er zügig den Gang ein und gab Gummi. Offensichtlich ohne zu prüfen, ob die Ampel schon auf grün umgeschaltet war…

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